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Spielerfehlschluss

Kurz

Bei unabhängigen Zufallsereignissen wird aus den bisherigen Ausgängen auf den nächsten geschlossen.

Der Würfel erinnert sich nicht.

Definition

Beim Spielerfehlschluss (gambler's fallacy) glaubt man, bei unabhängigen Zufallsereignissen werde ein Ergebnis „fälliger“, je länger es ausgeblieben ist (oder „unwahrscheinlicher“, je öfter es zuletzt eintrat).

Der Fehler: Unabhängige Ereignisse haben kein Gedächtnis. Ein fairer Würfel zeigt bei jedem Wurf die Sechs mit gleicher Wahrscheinlichkeit, egal wie lange keine kam. Die kleine Wahrscheinlichkeit einer langen Serie betrifft die Vorhersage im Voraus, nicht den nächsten Wurf nach einer bereits eingetretenen Serie.

hinweis

Dieser Fehlschluss wird unter den probabilistischen Fehlschlüssen ausführlicher behandelt.

EN: gambler's fallacy

Verwandtschaft

  • Hot-Hand-Fehlschluss — die Gegenrichtung: aus einer Serie wird auf deren Fortdauer geschlossen.
  • Prävalenzfehler — verwandt als typischer Fehler im Umgang mit Wahrscheinlichkeiten.

Beispiele

Beispiel 1

„Ich habe jetzt schon zwanzig Mal keine Sechs gewürfelt — jetzt muss endlich eine kommen.“

Die Wahrscheinlichkeit für eine Sechs bleibt bei jedem Wurf 1/61/6. Die bisherige Pechsträhne ändert daran nichts.

Beispiel 2

„Beim Roulette kam fünfmal Rot — jetzt setze ich auf Schwarz, das ist überfällig.“

Die Kugel kennt die vorherigen Runden nicht. Schwarz ist nicht wahrscheinlicher geworden.

Quellen