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Falsche Gründe

Kurz

Eine (vielleicht richtige) Konklusion wird mit Gründen gestützt, die gar nicht stützen.

Das Richtige aus den falschen Gründen.

Definition

Beim Fehlschluss der falschen Gründe (irrelevante Begründung) wird eine Behauptung mit Gründen gestützt, die unwahr oder für die Sache unerheblich sind. Die Konklusion mag zutreffen — aber nicht wegen der angeführten Gründe.

Der Fehler: Eine richtige Schlussfolgerung wird nicht dadurch gut begründet, dass man irgendwelche Gründe nennt. Ein schlechtes Argument bleibt schlecht, auch wenn das Ergebnis stimmt.

Der Fehlschluss hat die folgende Form:

  1. Behauptung B wird mit Grund G gestützt.
  2. G ist falsch oder für B irrelevant.
  3. B gilt dennoch als begründet.

EN: irrelevant reason / bad reasons

Verwandtschaft

  • Non sequitur — verwandt: die Konklusion folgt nicht aus den Prämissen.
  • Argumentum ad Logicam — das Gegenstück: dort wird aus schlechten Gründen auf die Falschheit geschlossen.
  • Rosinenpicken — verwandt, wenn nur scheinbar stützende Gründe ausgewählt werden.

Beispiele

Beispiel 1

„Du solltest nicht rauchen, denn Zigaretten sind radioaktiv.“

Dass man nicht rauchen sollte, stimmt — aber der angeführte Grund (Radioaktivität) ist nicht der eigentliche und trägt das Urteil nicht. Es ist ein falscher Grund für eine richtige Konklusion.

Beispiel 2

„Diese Brücke ist sicher, denn sie ist erst gestern frisch gestrichen worden.“

Frische Farbe sagt nichts über die Tragfähigkeit. Selbst wenn die Brücke sicher ist, stützt dieser Grund die Aussage nicht.

Quellen