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24. Mental Accounting

 

Wireless Philosophy, Cognitive Biases, 3:37. Original title: CRITICAL THINKING - Cognitive Biases: Mental Accounting [HD]

Summary

Zusammenfassung

Laurie Santos (Yale University) uses a pair of lost-ticket scenarios to introduce mental accounting, the tendency to keep separate mental "accounts" for money earmarked for different purposes.

Laurie Santos (Yale University) führt anhand zweier Szenarien mit verlorener Eintrittskarte die mentale Buchführung ein, die Neigung, getrennte gedankliche „Konten" für Geld zu führen, das für verschiedene Zwecke vorgesehen ist.

Two ways to lose ten dollars

Zwei Arten, zehn Dollar zu verlieren

Imagine you go to see a movie, hand the cashier twenty dollars, and get back a ten dollar bill and a ten dollar ticket. At the door you discover the ticket is lost. Would you pay another ten dollars for a new ticket, or go home? When Kahneman and Tversky put this question to college students, fifty-four percent said they would probably head home rather than buy a second ticket.

Stellen Sie sich vor, Sie gehen ins Kino, geben der Kassiererin zwanzig Dollar und bekommen einen Zehn-Dollar-Schein und eine Eintrittskarte für zehn Dollar zurück. Am Eingang stellen Sie fest, dass die Karte verloren ist. Würden Sie weitere zehn Dollar für eine neue Karte zahlen oder nach Hause gehen? Als Kahneman und Tversky diese Frage Studierenden stellten, sagten vierundfünfzig Prozent, sie würden wohl eher nach Hause gehen, als eine zweite Karte zu kaufen.

Now imagine the same trip, except the cashier gives you two ten dollar bills instead of a ticket, so that you can pay at the door. This time you lose one of the ten dollar bills before reaching the door. Would you still pay ten dollars to get in? Here eighty-eight percent of students said they would go ahead and see the movie anyway.

Stellen Sie sich nun denselben Ausflug vor, nur dass die Kassiererin Ihnen statt einer Karte zwei Zehn-Dollar-Scheine gibt, sodass Sie am Eingang zahlen können. Diesmal verlieren Sie einen der Zehn-Dollar-Scheine, bevor Sie den Eingang erreichen. Würden Sie trotzdem zehn Dollar für den Einlass zahlen? Hier sagten achtundachtzig Prozent der Studierenden, sie würden den Film trotzdem ansehen.

Why the two losses feel different

Warum sich die beiden Verluste unterschiedlich anfühlen

Both scenarios involve losing ten dollars, yet people respond very differently. Santos attributes this to mental accounting: we keep separate mental accounts for different activities, and money lost from one account does not automatically feel like it should come out of another. Losing the ticket empties the "movie" account, so buying a new one feels like paying twenty dollars for the film. Losing a ten dollar bill empties a general cash account, leaving the "movie" account untouched, so paying at the door still feels like the original ten dollars.

In beiden Szenarien verliert man zehn Dollar, und doch reagieren die Menschen sehr verschieden. Santos führt das auf die mentale Buchführung zurück: Wir führen getrennte gedankliche Konten für verschiedene Tätigkeiten, und Geld, das von einem Konto verloren geht, fühlt sich nicht automatisch so an, als müsste es von einem anderen abgehen. Der Verlust der Karte leert das „Kino"-Konto, und so fühlt sich der Kauf einer neuen an, als zahle man zwanzig Dollar für den Film. Der Verlust eines Zehn-Dollar-Scheins leert ein allgemeines Bargeldkonto und lässt das „Kino"-Konto unberührt, und so fühlt sich das Zahlen am Eingang weiterhin nach den ursprünglichen zehn Dollar an.

The same habit shows up elsewhere: we rarely take fifty dollars out of a 401k account to pay for a nice meal, but we happily spend an unexpected tax return or a coupon windfall on things we would never buy out of savings. Gamblers, likewise, gamble more freely with money they think of as the casino's rather than their own, so-called house money.

Dieselbe Gewohnheit zeigt sich auch anderswo: Wir nehmen selten fünfzig Dollar aus einem Altersvorsorgekonto für ein schönes Essen, geben aber bereitwillig eine unerwartete Steuerrückzahlung oder einen Gutscheingewinn für Dinge aus, die wir nie aus Erspartem kaufen würden. Ebenso setzen Spieler freimütiger Geld ein, das sie als das des Kasinos statt als ihr eigenes betrachten, das sogenannte house money.

An economic principle we violate

Ein ökonomisches Prinzip, gegen das wir verstoßen

Classical economics holds that money is fungible, that a ten dollar bill and a ten dollar ticket should be interchangeable. Mental accounting shows that our minds do not actually work that way.

Die klassische Ökonomie hält Geld für fungibel, also einen Zehn-Dollar-Schein und eine Zehn-Dollar-Karte für austauschbar. Die mentale Buchführung zeigt, dass unser Denken tatsächlich nicht so funktioniert.

Turning the bias to your advantage

Die Verzerrung zum eigenen Vorteil nutzen

Santos notes that mental accounting can be used deliberately. A friend of the behavioural economist Dick Thaler set up a mental account of money earmarked for a year-end charity donation, and drew on that account whenever something bad happened, a parking ticket, a lost ten dollars for a movie, which made the losses feel less painful because the money did not feel like it was really his.

Santos merkt an, dass sich die mentale Buchführung auch absichtlich einsetzen lässt. Ein Freund des Verhaltensökonomen Dick Thaler richtete ein gedankliches Konto mit Geld ein, das für eine Spende zum Jahresende vorgesehen war, und griff darauf zurück, wann immer etwas Schlechtes passierte, ein Strafzettel, zehn verlorene Dollar fürs Kino, was die Verluste weniger schmerzhaft machte, weil sich das Geld nicht wirklich wie seines anfühlte.

Key takeaway

Die zentrale Erkenntnis

Because we naturally sort money into separate mental accounts rather than treating it as fungible, we can choose which accounts to set up and draw from, turning the same bias that normally distorts our decisions into a way of softening the sting of everyday losses.

Weil wir Geld von Natur aus auf getrennte gedankliche Konten verteilen, statt es als fungibel zu behandeln, können wir wählen, welche Konten wir einrichten und aus welchen wir schöpfen, und so dieselbe Verzerrung, die unsere Entscheidungen sonst verfälscht, in ein Mittel verwandeln, den Stachel alltäglicher Verluste zu mildern.