25. Peak-End Effect
Wireless Philosophy, Cognitive Biases, 5:16. Original title: CRITICAL THINKING - Cognitive Biases: Peak-End Effect [HD]
Summary
Zusammenfassung
Laurie Santos (Yale University) explains the peak-end effect, the finding that we judge an entire experience by only two of its moments: its most extreme point and how it ended.
Laurie Santos (Yale University) erklärt den Peak-End-Effekt, den Befund, dass wir ein ganzes Erlebnis nach nur zwei seiner Augenblicke beurteilen: nach seinem extremsten Punkt und danach, wie es endete.
An easy judgment that should be hard
Ein leichtes Urteil, das eigentlich schwer sein müsste
Asked to rate how a past restaurant meal, film or vacation was, most people answer quickly and easily, even though a full evaluation would seem to require weighing every moment of the experience and deciding how many time points even count. Santos argues our minds solve this by ignoring almost all of it: we judge an experience mainly by its peak (the most extreme point, good or bad) and its end (how it finished).
Gefragt, wie ein zurückliegendes Restaurantessen, ein Film oder ein Urlaub war, antworten die meisten Menschen schnell und mühelos, obwohl eine vollständige Bewertung offenbar verlangen würde, jeden Augenblick des Erlebnisses abzuwägen und zu entscheiden, wie viele Zeitpunkte überhaupt zählen. Santos meint, unser Denken löse das, indem es fast alles davon ignoriert: Wir beurteilen ein Erlebnis vor allem nach seinem Höhepunkt (dem extremsten Punkt, gut oder schlecht) und seinem Ende (wie es ausging).
The cold-water experiment
Das Kaltwasser-Experiment
Daniel Kahneman and colleagues tested this by having participants place a hand in fourteen degree water for sixty seconds, a genuinely painful experience. In a second trial, participants again held their hand in fourteen degree water for sixty seconds, but then kept it in for another thirty seconds while the temperature rose to a still-painful but milder fifteen degrees. Despite the second trial involving more total pain, participants overwhelmingly said they preferred it and would rather repeat it, because averaging its peak and its end gave it a better score than the first, shorter trial.
Daniel Kahneman und Kollegen prüften das, indem sie Versuchspersonen eine Hand sechzig Sekunden lang in vierzehn Grad kaltes Wasser halten ließen, ein wirklich schmerzhaftes Erlebnis. In einem zweiten Durchgang hielten die Versuchspersonen die Hand erneut sechzig Sekunden lang in vierzehn Grad kaltes Wasser, ließen sie dann aber weitere dreißig Sekunden darin, während die Temperatur auf immer noch schmerzhafte, aber mildere fünfzehn Grad stieg. Obwohl der zweite Durchgang insgesamt mehr Schmerz mit sich brachte, sagten die Versuchspersonen ganz überwiegend, sie zögen ihn vor und würden ihn eher wiederholen, denn der Durchschnitt aus Höhepunkt und Ende ergab für ihn eine bessere Bewertung als für den ersten, kürzeren Durchgang.
From the lab to the clinic
Vom Labor in die Klinik
Kahneman's team then tested the effect on a painful medical procedure that normally started out mild and grew steadily more painful, ending at its worst moment. They extended the procedure so that patients spent more time in pain overall, but let it end on a slightly less painful note. Patients rated the longer version as less painful and were more willing to come back for repeated procedures.
Kahnemans Team prüfte den Effekt dann an einem schmerzhaften medizinischen Eingriff, der gewöhnlich mild begann, stetig schmerzhafter wurde und in seinem schlimmsten Moment endete. Sie verlängerten den Eingriff, sodass die Patienten insgesamt länger Schmerzen hatten, ließen ihn aber etwas weniger schmerzhaft ausklingen. Die Patienten bewerteten die längere Fassung als weniger schmerzhaft und waren eher bereit, für weitere Eingriffe wiederzukommen.
Duration neglect
Dauervernachlässigung
Because the peak-end heuristic only registers two moments, it discards all information about how long an experience lasted, a phenomenon Santos calls duration neglect. A wonderful experience stays just as wonderful if you cut it short, and an annoying one can be stretched out without being remembered as worse.
Weil die Peak-End-Heuristik nur zwei Augenblicke erfasst, verwirft sie jede Information darüber, wie lange ein Erlebnis dauerte, ein Phänomen, das Santos Dauervernachlässigung nennt. Ein wunderbares Erlebnis bleibt genauso wunderbar, wenn man es abkürzt, und ein lästiges lässt sich in die Länge ziehen, ohne dass es als schlimmer erinnert würde.
Key takeaway
Die zentrale Erkenntnis
Since an experience's remembered goodness depends only on its peak and its end, the surest way to make an event feel great is to end it on its best possible point, which is why so many enjoyable events, from a winning goal to a fireworks finale, save their peak for last.
Da die erinnerte Güte eines Erlebnisses nur von seinem Höhepunkt und seinem Ende abhängt, ist der sicherste Weg, ein Ereignis großartig wirken zu lassen, es an seinem bestmöglichen Punkt enden zu lassen. Deshalb heben so viele erfreuliche Ereignisse, vom Siegtor bis zum Feuerwerksfinale, ihren Höhepunkt bis zuletzt auf.